Über das Festival

Das erste Figurentheater-Festival des Kultursommers fand 1998 in den Mainzer Kammerspielen statt – vier Abendveranstaltungen sollten zeigen, dass die Kunstform Figurentheater MEHR zu bieten hat als den Verkehrskasper nebst Krokodil.
Prof. Albrecht Roser faszinierte die Zuschauer mit seiner virtuosen Marionetten-führung, die Compagnie Amoros & Augustin erzählte mit ihrem innovativen Schattenspiel die Geschichte von der Meuterei auf der Bounty und weitere drei Ensembles zeigten mit der Umsetzung von (welt)bekannten Stoffen, dass Puppenspiel ganz großes Theater sein kann.

Auch andere große Namen des Figurentheaters wie Neville Tranter, Ilka Schönbein, Suse Wächter, die Cie. Philippe Genty, Blind Summit, das Puppentheater der Stadt Halle, Familie Flöz und das Théâtre La Licorne kamen – und kommen noch – nach Mainz.

Viele Jahre und Festivals später hat sich viel getan – das Festival hat den Namen geändert, neue Spielorte entdeckt und sein Profil modifiziert, der Anspruch aber bleibt derselbe: NO STRINGS ATTACHED – Figurentheater und mehr will außergewöhnliches Theater zeigen und dazu gehören neben dem Theater mit Figuren, Puppen, Masken und Objekten auch das Bilder- und Straßentheater, der Nouveau Cirque, Performance, Tanz und Artistik: innovativ, überraschend und anders, im Theater, unter freiem Himmel und im öffentlichen Raum. Denn „no strings attached“ bedeutet: keine Verpflichtung, keine Bindung an Genregrenzen – eine offene Beziehung eben.

Warum ein englischer Titel? Ganz einfach, das Festival ist und bleibt international, mit Gruppen aus Frankreich, Großbritannien, Spanien, Russland, Australien und den Niederlanden und von überall auf der Welt, wo spannendes Theater entsteht.

Das Festival findet seit 2011 in zweijährigem Turnus Ende April und Anfang Mai statt. Hauptspielort sind die Mainzer Kammerspiele, darüber hinaus gibt es Kooperationen mit anderen Veranstaltern und Exkursionen zu anderen Spielorten in Mainz.